Archiv für die Kategorie ‘unnötige Anglizismen’

Unnötige Anglizismen für Veranstaltungen, Ereignisse und Orte

März 12, 2008

Dieses Mal geht es um Ausdrücke, die uns vor Jahren von jungen Moderatoren1 der Sender MTV und VIVA so lange eingetrichtert wurden, bis sie sich nicht mehr scheiße angehört haben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Wörter wie event und location fast ausschließlich auf diesen beiden Sendern und von niemanden “auf der Straße” benutzt wurden. Es schien so, als wäre den Moderatoren das von der Wir-sind-ganz-doll-jungendlich-Abteilung aufgezwungen worden. Irgendwann hörte man diese Wörter auch ab und zu mal von “normalen Menschen”, aber meistens wurden diese dann von anderen damit aufgezogen. Mitlerweile findet man diese Wörter im normalen Sprachgebrauch.

Ich erwische mich auch oft selbst dabei, wie ich location oder event sage und muss dann sogar kurz überlegen, welches deutsche Wort ich stattdessen sagen könnte, ohne dass es doof klingt.

Meiner Meinung nach kann man location gar nicht sinnvoll zurückübersetzen, denn meistens benutzt man es anstelle von Wörtern wie Kneipe, Restaurant, Club oder Urlaubsort. Bei event sieht das schon anders aus. Dafür kann man genauso gut Veranstaltung oder Ereignis sagen.

1 Zugunsten der Lesbarkeit werde ich nicht jedes mal “Moderatoren und Moderatorinnen” schreiben, obwohl ich mich in diesem Zusammenhang haupsächlich an Moderatorinnen erinnern kann. Sorry, liebe Emanzen ;-)!

Unnötige Anglizismen für den Unterstrich und Aussprache von Internetadressen

Februar 8, 2008

So, dann will ich mal loslegen mit der Liste von meiner Meinung nach unnötigen Anglizismen.

Mir werden auf der Arbeit von Kunden oft E-Mail-Adressen vorgelesen. Schon bei einer so einfachen Aufgabe hat der Kunde die Möglichkeit zu zeigen, wie toll er ist, indem er statt “Unterstrich” “Underline” oder – noch prolliger – “Underscore” sagt.

Den gleichen Zweck erfüllt das Wort “blank” (sprich: blänk) , wofür man genauso gut “Leerzeichen”, “Leerschritt” oder wenn man sprechfaul ist “leer” sagen kann (z.B. beim Vorlesen von Seriennummern). Aber das klingt natürlich nicht halb so cool ;-).

Nicht so schlimm finde ich es, wenn ein Kunde bei Internetadressen, die auf “.com” enden, “dot com” sagt, weil Dotcom auch im Deutschen als Bezeichnung für Unternehmen verwendet wird, die (laut Wikipedia) “insbesondere im Zusammenhang mit dem Internet Dienstleistungen anbieten”. Richtig weh tut es allerding, wenn jemand zu “.de” “dot D E” sagt (das kommt tasächlich vor!). Das geht gar nicht!

Unnötige Anglizismen

Februar 8, 2008

Es gibt Anglizismen, die sinnvoll sind, wie z.B. “Computer”. Und es gibt Anglizismen, die unnötig sind, weil es entsprechende deutsche Wörter gibt, die man genauso gut gebrauchen kann, wie z.B. “Underline” (Unterstrich) Die schlimmsten Anglizismen jedoch sind diejenigen, die einfach nur den Zweck erfüllen sollen, einen auf dicke Hose zu machen bzw. nicht vorhandenes Fachwissen zu kaschieren. Hier fehlt oft nur der Mut zu sagen: “Tut mir leid, da kenne ich mich nicht so gut aus.” Stattdessen machen viele sich dann mit dem sinnlosen und oft auch falschen Gebrauch von Fremdwörtern unsympatisch, anstatt einzusehen, dass man sich nicht mit allem auskennen kann.

In der nächsten Zeit werde ich anfangen, unnötige Anglizismen und Anglizismen der letztgenannten Gruppe, für die ich noch keinen treffenden Namen gefunden habe, zu sammeln. Wie ich das genau aufziehen werde, weiß ich allerdings noch nicht.